Lachgas beruhigt und vermindert Schmerzen.

Diese Wirkung machen sich Zahnärzte seit mehr als 150 Jahren zu nutze.

Nervosität und Angst vor der Behandlung, Würgereize, Schmerzempfindlichkeit – all das lässt sich mit dem Einatmen eines Lachgas-Sauerstoff-Gemisches erfolgreich behandeln.

Wer sich auf dem Zahnarztstuhl entspannen möchte, muss in der Lage sein, durch die Nase zu atmen. Das gilt ebenso für Kinder ab drei Jahre.

Der Patient behält die Kontrolle. Die Behandlung kann jederzeit abgebrochen werden.

Lachgas und Sauerstoff (höher konzentriert als in der Atemluft) werden über eine kleine Nasenmaske verabreicht. Nach wenigen Atemzügen spürt der Patient die Wirkung: Von einem Gefühl der Leichtigkeit und Entspannung kann man in einen angenehmen Trancezustand gelangen, bleibt jedoch ansprechbar und Herr der Sinne.

Angst und Verspannung weichen, die Schmerzempfindlichkeit sinkt – sofern nicht eine Betäubungsspritze gegeben wurde-, die Zeit vergeht schneller.

Nach der Behandlung atmet der Patient noch fünf Minuten reinen Sauerstoff. Damit ist die Wirkung des Lachgases vollständig aufgehoben, der Patient kann mit klarem Kopf die Praxis verlassen. Das Lachgas wird hundertprozentig wieder ausgeatmet.

Angstpatienten können vor der Behandlung das Lachgas testen. So ist innerhalb weniger Minuten klar, ob eine solche Behandlung zweckmäßig ist.

Bei Kindern wird eine gewisse Einsicht in der Notwendigkeit der Behandlung vorausgesetzt. Bei „Totalverweigerern“ sollte man von Lachgas und anderen Beruhigungsmitteln keine Wunder erwarten.